Ressourcenschonung

Für den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen identifizierten wir – neben der Energie – vier Bereiche, die für uns wesentlich sind: Recycling im Bau, Streumitteleinsatz, Abfallmanagement sowie Wasser- und Abwassermanagement im Betrieb.

Recycling von Bauabfällen

Bei allen Bauvorhaben schreiben unsere Planungshandbücher den Einsatz ressourcenschonender, langlebiger Technik und Materialien vor, und wir bemühen uns um eine möglichst hohe Recyclingquote.

Für die laufende Evaluierung der Recyclingquoten werden alle Bauvorhaben der ASFINAG berücksichtigt. Die endgültigen Zahlen liegen erst im Laufe des Jahres 2022 vor und werden im Rahmen des Nachhaltigkeitsupdates veröffentlicht. Die im Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichten Zahlen beziehen sich daher auf das Vorjahr.

Die durchschnittliche Recyclingquote für alle im Jahr 2020 angefallenen Abbruch- und Aushub-materialien konnte um 14 Prozentpunkte erhöht werden und lag nun bei ca. 88 %. Die zuvor sehr hohe Recyclingquote des Aushubmaterials von über 95 % im Jahr 2015 sank, nach einer konstanten Recyclingquote bei knapp über 50 % zwischen 2017 und 2018, weiter auf ca. 34 % im Jahr 2019. Im Jahr 2020 konnte diese jedoch wieder auf 65 % knapp verdoppelt werden. Da die Vorrausetzung für die Verwertung von Aushubmaterialien nicht immer gegeben ist, kann Aushubmaterial unter Einhaltung der abfallrechtlichen Vorgaben nicht immer einer Verwertung zugeführt werden. Da die Projektstruktur der ASFINAG sehr heterogen ist – von Neubauprojekten bis zu technischen Sanierungen bestehender Brücken- und Tunnelbauwerke – ergeben sich jährliche, zum Teil sehr beträchtliche, Schwankungen bei Art und Umfang von Aushub- und Abbruchmaterialien und den damit verbundenen technischen Möglichkeiten zur Wiederverwertung dieser Materialien

Beton- und Asphaltabbruch konnte, fast vollständig, zu ca. 98 % bzw. 99 % in den Verwertungskreislauf gebracht werden. Die 2015 eingeführte Recycling-Baustoffverordnung hat in den letzten Jahren zu einem deutlichen Anstieg der Recyclingquoten für Beton- und Asphaltabbruch geführt.

Grafik zu Recyclingmaterial

In Summe bedeutet das, dass wir die seitens der EU geforderte 70%-ige Ver-wertungsquote unseres Abbruchmaterials (Beton- und Asphaltabbruch) übertreffen.

Streumitteleinsatz

Im laufenden Betrieb unseres Streckennetzes ist der Einsatz von Streumitteln ein dominierender Ressourcenfaktor. Dieser Materialverbrauch ist naturgemäß von der Witterung bzw. der Strenge des Winters abhängig. Unabhängig davon streben wir kontinuierliche Effizienzverbesserungen an.

Im Jahr 2021 stieg unser Salzverbrauch im Vergleich zum Vorjahr um 76 %. Aus den Änderungen der Verbrauchskurve ist deutlich zu erkennen, dass die Witterungsverhältnisse den größten Einfluss auf den Salzverbrauch haben. Im Jahr 2021 waren die meisten Wintermonate von tief winterlichen Verhältnissen geprägt. Die bereits erfolgten Maßnahmen zur Optimierung des Salzverbrauches konnten so nur zu einer Dämpfung beitragen.

An der Effizienzsteigerung im Winterdienst wurde weiterhin gearbeitet: Auch 2021 wurden weitere Sole-Streufahrzeuge angeschafft, womit der Endausbau weitestgehend erreicht ist. Mit dem Streuautomaten können bis zu 100 % Natriumchlorid (NaCl)-Sole ausgebracht werden. Der Vorteil der NaCl-Sole ist der effizientere Einsatz des Auftaumittels, da die Verweildauer und Wirkungsdauer von Feuchtsalz auf der Fahrbahn höher ist als bei Trockensalz. Im Laufe des Jahres 2021 wurden darüber hinaus weitere zwei Autobahnmeistereien mit NaCl-Solemischanlagen ausgestattet. Mit der Mischung der Sole vor Ort werden Transportressourcen geschont. Bei den Solemischanlagen wird der Endausbau voraussichtlich 2022 erreicht.

Die Optimierung der Räumrouten mit Hilfe einer Logistik-Software wurde 2021 fortgesetzt, um potenzielle Leerfahrten zu reduzieren.

Nachdem alle Straßen thermographisch befahren wurden, sollen nun an zwei Testmeistereien die Strecken bezüglich Messung der Griffigkeit bei verschiedenen Wetterlagen befahren werden. Die Ergebnisse der Befahrungen sollen zur Verbesserung der digitalen Streuempfehlung dienen. Die digitale Streuempfehlung wird im Laufe des Sommers 2022 in das Testsystem des Wetter 2.0 eingespielt. Im Testsystem sollen das hochkomplexe Berechnungsmodel überprüft und verbessert werden. Der Testbetrieb ist für den Winter 2022/23 geplant.

Mit dem Winter 2020/21 ist die Salz-Diesel-Logistik (SDL) produktiv gegangen. SDL dient zur Optimierung der Salzlieferungen und des Soletransportes zu den Außenlagern. Dazu wurden im Jahr 2020 alle Silos, Salzlagerhallen, Solelagertanks und Dieseltanks mit Sensoren ausgestattet. Die Daten der Sensoren werden an eine IT-Oberfläche übertragen und verarbeitet. Der Salzmanager bestellt zentral das Salz beim Lieferanten. Damit wird erreicht, dass Salz immer zu jenem Ort geliefert wird, an dem es gebraucht wird. Zusätzlich werden unnötige Fahrten zu vollen Silos verhindert, da bisher nur aufwendig und im Volleinsatz des Winterdienstes gar nicht, die Lagermengen ermittelt werden konnten.

Im Jahr 2021 war als Erweiterung der Digitale Lieferschein für die Salzlieferungen geplant. Mit diesem IT-Tool werden keine Papierlieferscheine ausgedruckt und es kann einfach vor dem Abladen festgestellt werden, ob das Salz auch beim richtigen Silo angeliefert wird. Die Buchungsvorgänge im Hintergrund laufen automatisiert ab. Nach ersten Gesprächen mit den Salzfrächtern wurde klar, dass die Frächter technisch noch nicht in der Lage sind das geplante Vorhaben umzusetzen. Das Projekt wurde daher auf das Jahr 2022 verschoben. Ein Testbetrieb ist für den Winter 2022/23 geplant. Stattdessen wurde jedoch der Bestellvorgang automatisiert. Bestellungen werden direkt aus dem Lagerprogramm generiert und nun automatisch in den Bestell- und Lieferprozess des Salzlieferanten eingespielt.

Abfallmanagement

Der Betrieb unserer Strecken verursacht ASFINAG-eigene Abfälle wie Straßenkehricht, Strauch-, Baum- und Grünschnitt. Weitere Abfälle entstehen durch Verkehrsteilnehmende, die ihren Unrat entweder in den dafür vorgesehenen Behältern an Park- und Rastplätzen, aber bedauerlicherweise auch entlang der Strecke wegwerfen. 2021 wurden an unseren Park- und Rastplätzen sowie durch unsere regelmäßigen Sammlungen neben den Straßen 7.862 t Abfall entsorgt, das entspricht einem Zuwachs von 2 % gegenüber 2020.

Auf Park- und Rastplätzen wird keine Abfalltrennung durchgeführt. In den Jahren 2008 bis 2012 wurde gemeinsam mit der ARA (Altstoff Recycling Austria) an einigen Rast- und Parkplätzen ein Pilotprojekt zur Trennung der Abfälle durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass eine Trennung nicht zweckmäßig ist, da die für das Recycling anfallenden Abfälle stark verunreinigt und mit großen Fehlwürfen versehen waren. Die Abfälle wurden trotz getrennter Sammlung letztlich wieder dem Restmüll zugeführt. Sämtlicher Restmüll aus diesem Bereich wird von konzessionierten Entsorgungsfachbetrieben nach einem strengen Vergabeverfahren gesammelt, sortiert und nach dem Stand der Technik verwertet.

Auf Autobahnmeistereien erfolgt eine vollständige Trennung der Abfälle. Um eine nachhaltige Abfallwirtschaft zu gewährleisten, wurden alle Abfalllager zur Genehmigung nach dem Abfall-wirtschaftsgesetz (AWG) zur Bewilligung eingereicht und mittlerweile, mit wenigen Ausnahmen, bewilligt.

Baumschnitt wird überwiegend in ASFINAG-eigenen oder externen Hackschnitzel-Verbrennungsanlagen zur Wärmeerzeugung verbrannt.
Straßenkehricht der ASFINAG besteht im Wesentlichen aus einem Staub-Sandgemisch mit biogenem Anteil vom Begleitgrün. Der Abfall kann aufgrund des hohen Feinstoffanteils und des biogenen Anteils nicht verwertet werden und wird daher gemäß Deponieverordnung deponiert.

Versuch getrennte Sammlung von Hohlkörpern

Im Jahr 2021 wurden auf drei Rastplätzen die getrennte Sammlung von Hohlkörperverpackungen (PET-Flaschen, Dosen) versucht. Anfang Mai 2021 wurde an den Rastplätzen Viehdorf, Ordning und Kesselhof mit der getrennten Sammlung von Hohlkörpern (Kunststoffflaschen und Dosen) mittels Presscontainer begonnen. Auf dem Rastplatz (RPL) Viehdorf wurde zusätzlich ein Presscontainer für Restmüll neben dem Hohlkörpercontainer aufgestellt und alle dezentralen Sammelbehälter (1 100 Liter Container) eingezogen.

Nach drei Monaten wurden über eine Sortierstraße die verschiedenen verwertbaren Stoffe händisch aussortiert. Der Sortierrest entspricht Restmüll. Jede Anfallstelle wurde separat sortiert. Das Gewicht jeder Sortierfraktion je Anfallstelle wurde ermittelt.

Das Sortierergebnis zeigt, dass die Qualität v. a. bei den RPL Ordning und Kesselhof sehr gut ist.
Der RPL Viehdorf zeigt einen deutlich erhöhten Sortierrest auf.

Im Vergleich zur insgesamt gesammelten Abfallmenge an den Rastplätzen ist der Anteil an verwertbaren Materialien enttäuschend gering. Am Rastplatz Viehdorf ist der Anteil im Presscontainer höher, da die Abfälle nur bei den Presscontainern entsorgt werden konnten. Andererseits ist der Anteil des Sortierrestes wesentlich höher. Werden diese Mengen abgezogen, bleibt noch ein verwertbarer Anteil von 3,1 %.

Das aussortierte Material ist von guter Qualität und könnte dem Recycling zugeführt werden. Ökologisch betrachtet ist eine getrennte Sammlung von Hohlkörpern auf Rastplätzen mit Presscontainern jedoch nicht sinnvoll.
Durch das sehr geringe Gewicht werden im Verhältnis zum Restmüll keine wesentlichen Mengen gesammelt. In den drei Monaten des Versuchszeitraumes wurden insgesamt 380,50 kg verwertbares Material zu insgesamt 34.754,00 kg Restmüll in den Presscontainern vorgefunden. Hochgerechnet auf die gesamte Restmüllmenge von ca. 6.000 t pro Jahr, würden lediglich 65,7 t verwertbare Materialien gesammelt werden.
Der Aufwand, für die Containerherstellung, die zusätzlichen Transporte bei der Abholung, der Sortieraufwand, das neuerliche Transportieren zu einem Verwerter und die Verwertung selbst, stehen in keinem Verhältnis zum ökologischen Nutzen. Es ist weiterhin wesentlich effizienter den auf Rastplätzen gesammelten Abfall direkt in Verbrennungsanlagen als Ersatzbrennstoff zur Strom- oder Dampferzeugung zu verbringen – auch wenn er vorher noch über eine Splitinganlage aufbereitet wird.

Wirtschaftlich betrachtet ist die Presscontainerlösung teurer, da zusätzlich zu den dezentralen Restmüllcontainern der Presscontainer aufgestellt werden muss. Hinzu kommt, dass bei den langgezogenen Parkplätzen ein Presscontainer nicht ausreicht, wenn die Sammelmenge gesteigert werden soll.

Eine zentrale Presscontainersammelstelle für Restmüll und Hohlkörper hat sich nicht als zielführend erwiesen. Die Parkplatzbenutzer sind nur wenig bereit, die Wege zu den Containern auf sich zu nehmen. Der Abfall wird überall auf dem Parkplatz abgelagert und führt bei Wetterlagen mit Wind zu einem starken Littering, auch der Nachbargrundstücke. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Reinigungsdienstes mussten mehrfach täglich den Abfall händisch einsammeln und zu den Presscontainern bringen. Hinzukommt, dass mehr als ein Presscontainer unwirtschaftlich ist, da dann die Einsparung an Transporten durch die Presscontainermieten ökonomisch und ökologisch nicht mehr gedeckt sind.

Weitere Versuche
Erweiterung des Versuches auf eine dezentrale Sammlung der Hohlkörper, mit einem zentralen Hohlkörperpresscontainer:
Auf einem Rastplatz werden neben den Restmüllcontainern, mit Schwerkraftschlössern versehene 240 Liter Mülltonnen, mit gelben Deckel und Flascheneinwurföffnung aufgestellt. In die Behälter werden Säcke gesteckt. Die Reinigungskraft tauscht die vollen Säcke gegen leere. Die mit leeren Flaschen gefüllten Säcke werden in den ehemaligen Presscontainer für Restmüll eingebracht, da er eine Öffnung hat, bei der Säcke eingebracht werden können.

Mit dieser Maßnahme kann den weiten Wegen entgegengewirkt werden. Die gesammelten Hohlkörper müssten wesentlich höher sein. Zu überprüfen ist, ob die Qualität gehalten werden kann.

Ist diese Vorgehensweise erfolgreich, können anstelle der 240 Liter Behälter zur Volumensreduktion Big Belly, mit Füllstandsmessung oder ähnliches aufgestellt werden. Der Restmüll soll weiterhin (Geruchsbelästigung, Flüssigkeiten, etc.) über normale Behälter gesammelt werden.

Wasser- und Abwassermanagement

Neben dem Anschluss an öffentliche Wasserversorgungen besitzt die ASFINAG Wasserrechte für 34 Trinkwasser-Versorgungsanlagen, dazu kommen eigene Nutzwasser-Versorgungsanlagen. Aufgrund der Vielzahl an Entnahmestellen und deren räumlicher Verteilung verfügen wir über keine konsolidierten Daten zu unserem Wasserverbrauch. Für 2018 wurde das Ziel gesetzt, den gesamten Wasserverbrauch der ASFINAG zu erheben, mit dem Ergebnis, dass eine zentrale automatisierte Erfassung derzeit technisch und wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Bei vielen Tunnelanlagen existieren auch eigene lokale Wasserversorgungsanlagen der ASFINAG ohne Wasserzähler. Die Umsetzung des Projektes „Wasserressourcen der ASFINAG“ wurde für 2022 festgelegt.
Als wesentliche Verbrauchsfaktoren identifizierten wir die Wasserversorgung unserer Park- und Rastanlagen sowie die Straßen- und Tunnelreinigung und arbeiten daher in diesen beiden Bereichen laufend an Wassereinsparungen bzw. der Reduktion des Trinkwasseranteils: Für die Reinigung der Straßen mit der Kehrmaschine nutzen wir weitgehend Brauchwasser. Seit 2016 setzen wir für das Kanalspülen und das Reinigen der Ölabscheider nur noch Dienstleister ein, deren Saugtankfahrzeuge über eine Wasserrecyclinganlage verfügen. Auch den eigenen Fuhrpark stellen wir sukzessive, wo es sinnvoll ist, auf Wasserrecyclingfahrzeuge um. 2017 wurde die geplante bedarfsgerechte Tunnelreinigung im Großteil von Österreich erfolgreich umgesetzt. Damit wollen wir sowohl den Wasser- als auch den Energieverbrauch optimieren. Für die Reinigung ist kein vorgegebener Zeitplan, sondern die aktuelle Verschmutzung des Tunnels entscheidend. Denn sie beeinflusst auch das Beleuchtungsniveau und den dafür benötigten Energieeinsatz und damit die Verkehrssicherheit.

Die ASFINAG betreibt fast 1.000 Gewässerschutz- und Ölabscheideanlagen. In jedem Jahr kommen Anlagen hinzu, die zu einer Steigerung des Schutzes des Grundwassers und der Oberflächenwässer führen. Mit diesen Anlagen werden die Straßenabwässer, mit Ausnahme des Chlorids, gereinigt. Gewässerschutzanlagen bestehen in der Regel aus zwei Anlagenteilen. Der erste Anlagenteil ist das Absetzbecken für den Rückhalt der Sedimente und aufschwimmenden Leichtflüssigkeiten (Treibstoffe, Öle usw.). Der zweite Anlagenteil besteht aus einem Filterbecken. In diesem Becken werden die gelösten Stoffe und Restsedimente gefiltert. Die Anlagen besitzen Absperrschieber, damit bei einem Unfall austretende wassergefährdende Stoffe in der Anlage zurückgehalten werden können. Die Rückstände aus den Absetzbecken werden in chemisch-physikalischen Anlagen derart aufbereitet, dass der flüssige Anteil in den öffentlichen Kanal oder in die Vorflut eingeleitet werden kann. Der Feststoffanteil wird für die Deponierung vorbereitet.

Unser Nachhaltigkeitsprogramm

Unser Beitrag zu den SDGs und Zielen

Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten
 

Ziel:

6.3: Bis 2030 die Wasserqualität durch Verringerung der Verschmutzung, Beendigung des Einbringens und Minimierung der Freisetzung gefährlicher Chemikalien und Stoffe, Halbierung des Anteils unbehandelten Abwassers und eine beträchtliche Steigerung der Wiederaufbereitung und gefahrlosen Wiederverwendung weltweit verbessern

Unser Beitrag:

Die ASFINAG ist bestrebt, den Wasserverbrauch kontinuierlich zu reduzieren und Wasser einzusparen, insbesondere bei den wesentlichen Verbrauchsfaktoren der Park- und Rastanlagen sowie der Straßen- und Tunnelreinigung.
Für die Reinigung der Straßen nutzen wir weitgehend Brauchwasser. Tunnelanlagen werden nur nach Bedarf gereinigt. Wir setzen nur noch Dienstleister ein, deren Saugtank-fahrzeuge über eine Wasserrecycling-anlage verfügen. Auch den eigenen Fuhrpark stellen wir sukzessive auf Wasserrecyclingfahrzeuge um. Zudem forcieren wir den weiteren Ausbau von Gewässerschutzanlagen für Straßen-abwässer, insbesondere in sensiblen Bereichen, zum Schutz des Grund- und Oberflächenwassers.

Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern
 

Ziel:

8.4: Bis 2030 die weltweite Ressourceneffizienz in Konsum und Produktion Schritt für Schritt verbessern und die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltzerstörung anstreben, im Einklang mit dem Zehnjahres-Programmrahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster, wobei die entwickelten Länder die Führung übernehmen

Unser Beitrag:

Die ASFINAG setzt in mehreren Bereichen Maßnahmen, um den Ressourcenverbrauch in der Lieferkette und im eigenen Betrieb zu reduzieren, insbesondere in Bezug auf den Einsatz von Baumaterialien, Streumittel und Wasser.
Bei allen Bauvorhaben schreiben unsere Planungshandbücher den Einsatz ressourcenschonender, langlebiger Technik und Materialien vor.
Im laufenden Betrieb unseres Streckennetzes arbeiten wir laufend an der Reduktion des Streumittel-einsatzes. Durch die Umstellung auf Solestreuung wird der Salzeinsatz reduziert, sowie das Grund- und Oberflächenwasser geschützt.

Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen
 

Ziel:

9.4: Bis 2030 die Infrastruktur modernisieren und die Industrien nachrüsten, um sie nachhaltig zu machen, mit effizienterem Ressourceneinsatz und unter vermehrter Nutzung sauberer und umweltverträglicher Technologien und Industrieprozesse, wobei alle Länder Maßnahmen entsprechend ihren jeweiligen Kapazitäten ergreifen

Unser Beitrag:

Wir bemühen uns um eine möglichst hohe Recyclingquote bei Aushub-materialien sowie Asphalt- und Betonabbruch. Mit einer Recycling-quote von 82 % (Stand: 2019) haben wir bereits eine gute Grundlage geschaffen, um Nachhaltigkeits-aspekte im Bau weiter voran-zutreiben. In Zukunft wird die vermehrte Eigennutzung von Recycling-Baustoffen innerhalb der ASFINAG Vorhaben geprüft.
Beim Streumitteleinsatz werden betriebliche Abläufe zur Optimierung der Salzlieferungen und des Sole-transportes und der Vermeidung von Leerfahrten zunehmend digitalisiert.

Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen
 

Ziel:

12.2: Bis 2030 die nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen erreichen
12.4: Bis 2020 einen umweltverträglichen Umgang mit Chemikalien und allen Abfällen, während ihres gesamten Lebenszyklus in Übereinstimmung mit den vereinbarten internationalen Rahmenregelungen erreichen und ihre Freisetzung in Luft, Wasser und Boden erheblich verringern, um ihre nachteiligen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt auf ein Mindestmaß zu beschränken
12.5: Bis 2030 das Abfallaufkommen durch Vermeidung, Verminderung, Wiederverwertung und Wiederverwendung deutlich verringern

Unser Beitrag:

Die ASFINAG setzt laufend Maßnahmen zum effizienten Einsatz von Ressourcen und Wieder-verwertung von Bauabfällen, wie bereits weiter oben beschrieben.

GRI Disclosures:
103-1
103-2
103-3
301-1
303-1
306-2


SDG Targets:
6.3
Bis 2030 die Wasserqualität durch Verringerung der Verschmutzung, Beendigung des Einbringens und Minimierung der Freisetzung gefährlicher Chemikalien und Stoffe, Halbierung des Anteils unbehandelten Abwassers und eine beträchtliche Steigerung der Wiederaufbereitung und gefahrlosen Wiederverwendung weltweit verbessern
8.4
Bis 2030 die weltweite Ressourceneffizienz in Konsum und Produktion Schritt für Schritt verbessern und die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltzerstörung anstreben, im Einklang mit dem Zehnjahres-Programmrahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster, wobei die entwickelten Länder die Führung übernehmen
9.4
Bis 2030 die Infrastruktur modernisieren und die Industrien nachrüsten, um sie nachhaltig zu machen, mit effizienterem Ressourceneinsatz und unter vermehrter Nutzung sauberer und umweltverträglicher Technologien und Industrieprozesse, wobei alle Länder Maßnahmen entsprechend ihren jeweiligen Kapazitäten ergreifen
12.2
Bis 2030 die nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen erreichen
12.4
Bis 2020 einen umweltverträglichen Umgang mit Chemikalien und allen Abfällen während ihres gesamten Lebenszyklus in Übereinstimmung mit den vereinbarten internationalen Rahmenregelungen erreichen und ihre Freisetzung in Luft, Wasser und Boden erheblich verringern, um ihre nachteiligen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt auf ein Mindestmaß zu beschränken
12.5
Bis 2030 das Abfallaufkommen durch Vermeidung, Verminderung, Wiederverwertung und Wiederverwendung deutlich verringern

Energie und Emissionen im Betrieb